Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit der Krankheit opfern.

Sebastian Kneipp

PNF

Steht für propriozeptive neuromuskuläre Faszilitation. Es ist eine dreidimensionale Behandlungsmethode für Störungen im neuromuskulären System. Durch Stimulierung der Propriozeptoren (Empfangs- und  Aufnahmeeinrichtungen der Tiefensensibilität) wird das System von Nerven und Muskeln derart aktiviert, dass Bewegungsmuster angebahnt bzw. unterstützt werden.

PNF ist ein dynamisches Konzept, orientiert an Alltagsbewegungen. Angestrebt werden Schmerzfreiheit und Funktionsverbesserung.

Ziele: Koordinierung pysiologischer Bewegungsabläufe, Abbau pathologischer Bewegungsmuster, Normalisierung des Muskeltonus, Muskelkräftigung, Muskeldehnung.

Indikationen:

Neurologischer Erkrankungen sind z.B.:

  • Rückenmarkserkrankungen mit Tetra- und Paraparesen
  • Perceptionsstörungen (Tiefen-Oberflächensensibilität)
  • Koordinationsstörungen der Kopf- und Halsmuskeln (Atmung, Schlucken, Gesichtsparesen, Kopfschmerzen)
  • Tonusstörungen (Paresen, Plegien, Spastik, z.B. Zentralparesen, MS)
  • Muskelerkrankungen

Orthopädische und traumatische Erkrankungen sind z.B.:

  • Kräftigung schwacher Muskulatur nach Fraktur, sowie Verletzungen von Bändern und Sehnen,
  • Sportverletzungen, Kontrakturen,
  • Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke,
  • Zustand nach Implantationen von Gelenkendoprothesen,
  • Zustand nach Amputationen